Kinderverhaltensschulung
Die Kinderverhaltensschulung besteht aus Lehrgängen, wobei jeder Lehrgang für sich eine separate Schulungseinheit darstellt.
Vorbereitungslehrgang (für Vorschulkinder)
In diesem Lehrgang erfolgt die Vermittlung des Verhaltensmusters mit den Anwendungsformen. Die Thematik und das Verhaltensmuster werden erklärt und sodann mit den vorgegebenen Anwendungsformen in fiktiven Modellsituationen im interaktiven Szenarientraining (Rollenspiel) eingeübt.
Die Modellsituationen sind namentlich jene aus dem Basislehrgang, jedoch in vereinfachter Form.
Basislehrgang (für Zweit-, Dritt- und Viertklässler)
In diesem Lehrgang (dieser ist Voraussetzung für den Progresslehrgang) erfolgt die Vermittlung des Verhaltensmusters mit den Anwendungsformen. Die Thematik und das Verhaltensmuster werden in Form von Brainstorming erarbeitet und sodann mit den vorgegebenen Anwendungsformen in fiktiven Modellsituationen im interaktiven Szenarientraining (Rollenspiel) eingeübt.
Die Modellsituationen sind namentlich jene, in denen das Kind von einem nichtfamiliären Erwachsenen kontaktiert (angesprochen) oder konfrontiert (bedrängt, verfolgt und/oder beobachtet, berührt-angetatscht-gestreichelt sowie festgehalten) wird.
Progresslehrgang (für Dritt- und Viertklässler)
In diesem Lehrgang (welcher auf dem Basislehrgang aufbaut) erfolgt die Wiederholung des Lehrinhaltes des Basislehrganges sowie sukzessive die Anwendung des Verhaltensmusters mit den Anwendungsformen in der Praxis. Dies in fiktiven Modellsituationen unter (wissentlicher und/oder unwissentlicher) Einbeziehung der Öffentlichkeit (Bevölkerung).
Der Progresslehrgang ist ein Bestandteil der Nachhaltigkeit.
Aus Gründen des Kopierschutzes wird der namentliche Inhalt und Ablaufplan der einzelnen Lehrgänge der Kinderverhaltensschulung des Projektes nicht auf der Webseite dargestellt.
Dennoch agieren wir transparent und stellen gern das Projekt ausführlich in einem persönlichen Gespräch vor bzw. kommen ggf. zu einem Informationsmeeting vor Ort.
Verhaltensmuster
Ein Lehrgang hat grundsätzlich die reine Schulungsdauer von 90 Minuten (zwei Unterrichtsstunden ohne Pause).
Gemäß diesem Spruch von Konfuzius wird das Verhaltensmuster mit den Anwendungsformen überwiegend praktisch vermittelt und die Kinder spielen in Rollen die jeweiligen Akteure.
Die Verbreitung von Angst bei der Vermittlung des Lehrinhaltes, ist für Kinder weder angebracht noch hilfreich. Aus diesem Grund schulen wir die Kinder mit viel Spaß sowie bewegend-spielerisch sowie der jeweiligen Altersstufe angepasst.
Gleichlaufend zur Vermittlung des Verhaltensmusters mit den Anwendungsformen erfolgt die Stärkung des Selbstbewusstseins, das Erlernen von Selbstwahrnehmung zur Vermeidung von Selbstüberschätzung, die Ausbildung von Umgebungswahrnehmung und das Erlernen von Konfliktfähigkeit mit kontrollierten Handeln.
Wir lehren Anwendungsformen und keine Selbstverteidigungstechniken. Nicht allein aus dem Grund, dass diese in kurzer Zeit nicht erlernbar und somit nicht anwendbar bzw. umsetzbar sind. Vielmehr, weil durch falsch (unangemessenes bzw. nicht erfolgreich) angewandtes Abwehrversuchen (in Form von kämpfen) die Situationsdynamik von seitens des Täters negativ beeinflussen. Signifikant ist auch, dass ein Kind (in betreffender Altersklasse) sich grundsätzlich nicht gegen einen Erwachsenen, im Sinne von kämpfen, wehren kann.
" Wer sich gewaltsam wehrt, provoziert den Täter, stärkere Mittel einzusetzen." Jede Tat hat eine Verlaufsgeschichte, die (wenn sie auch geplant ist), sich in einem Nacheinander entwickelt. Das geschulte Kind kann durch richtiges Verhalten einen für sich positiven Einfluss auf den Tatverlauf nehmen. Die Warnung vor dem sogenannten „Fremden“, in Verbindung mit den allgemein verwendeten Hinweisen (Gehe mit Niemanden mit und lass dich nicht anquatschen!) reicht nicht aus, damit Kinder wissen, wie sie sich außerhäuslich gegenüber Erwachsenen in Konfrontations- und Konfliktsituationen verhalten sollen.
Demzufolge erfolgt die Elemenierung der allgemeinüblichen Klischeewarnungen.
Wir gruppieren nichtfamiliäre Erwachsene in:
Hinweis: Thematisiert ist explizit der nichtfamiliäre Umgang mit Erwachsenen. Folglich ist der familiäre Umgang (mit Eltern und Verwandten) nicht Inhalt.
Die Lehrgänge der Kinderverhaltensschulung werden grundsätzlich von zwei Ausbildern durchgeführt, wobei das Team gemischtgeschlechtlich agiert.
Alle Ausbilder (Sabaki-Kindergewaltpräventionsausbilder) sind projektspezifisch geschult und unterstehen einer ständigen Fortbildung. Informationen über die Ausbilder entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Personalprofil.
Die Örtlichkeit der Schulung ist nicht festgelegt, so dass die Lehrgänge der Kinderverhaltensschulung ortsungebunden durchgeführt werden können. Lediglich ist ein entsprechender Schulungsraum (mit Präsentationsmöglichkeit, Stuhlkreis und ausreichend Platz für die Rollenspiele) erforderlich.
Die benötigte Technik sowie das Material werden vom Projekt bereitgestellt und somit von den Ausbildern in die jeweilige Schulungsstätte mitgebracht.
Es ist eine zielgruppenorientierte Verhaltensschulung, grundsätzlich für Grundschulkinder im Alter von 6 bis 12 Jahren und Vorschulkinder.
Im Allgemeinen werden nur Gruppenschulungen durchgeführt, wobei die Teilnehmerstärke dabei pro Lehrgang auf 20 Personen (bzw. eine Schulklasse) begrenzt ist, um effektive Schulungsergebnisse zu erreichen.
Alle Teilnehmer der Kinderverhaltensschulung erhalten grundsätzlich nach Absolvierung eine Teilnahmebestätigung; die Kinder in Form einer Urkunde.
Die Kosten (Teilnahmegebühr) für die Kinderverhaltensschulung des Projektes richten sich nach Art des Lehrganges und berechnen sich entsprechend der laufenden Projektkosten, der Ausbilderhonorare, der Verbrauchsmaterialkosten sowie der Reisekosten (An- und Abreisekosten sowie ggf. der Übernachtungskosten).
Auf Anfrage erstellen wir eine individuelle Kalkulation mittels formalen Angebots.
Wir schulen bundesweit sowie im deutschsprachigen Ausland.
An den Lehrgängen der Kinderverhaltensschulung des Projektes kann grundsätzlich nach vorheriger Anmeldung hospitiert werden.
Die Teilnahme der Eltern ist ausdrücklich, hinsichtlich der Nachhaltigkeit, erwünscht.
Die Buchung von Lehrgängen der Kinderverhaltensschulung des Projektes erfolgt per formlosen Antrag über eine der Kontaktdaten.
Die durchgeführten Lehrgänge der Kinderverhaltensschulung des Projektes werden, u.a. anhand von (ausgehändigten und) ausgefüllten Evaluationsbögen, analysiert und bewertet.
Die Erfolgsquote des vermittelten Lehrinhaltes ist, und das ist gut so, nicht evaluierbar.
Werden bei der Durchführung eines Lehrganges der Kinderverhaltensschulung des Projektes Anzeichen für Misshandlung oder/und sexuellen Missbrauch eines Teilnehmers wahrgenommen, wird dementsprechend nachgegangen.
Es erfolgt eine Information an die Schulleitung (sowie Schulpsychologischen Dienst oder andere erfahrene Fachkräfte), die Eltern und das jeweilige Jugendamt.
Bei Erfordernis wird der jeweilige Lehrgang (Schulungsdurchführung) abgebrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt.
|